Sehenswertes in und um Pulsnitz
 
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Tourismus
 
RatskellerDsc02094

Pulsnitzer Sehenswürdigkeiten:

Das Zentrum der Stadt bildet der völlig rekonstruierte denkmalgeschützte Marktplatz. Ihn prägen das alte Rathaus und dessen Renaissancegiebel, der 1555 aus der gotischen Form umgebaut wurde. Im Innern zeugen noch die alten Kreuzgewölbe von dem früheren Baustil. Heute befindet sich in diesem Gebäude die historische Gaststätte und das Hotel Ratskeller.

Markt_Rathaus 008

Vor dem Rathaus steht das Denkmal des Bildhauers Ernst Rietschel, von seinem Schüler Gustav Kietz 1891 geschaffen.
Die Stadtverwaltung hat ihren Sitz im angrenzenden neuen Rathaus. Gleich hinter der Eingangstür befindet sich eine ornamentale Deckenmalerei von ca. 1840, restauriert 1992. Schmuckstück des Rathauses ist der Ratssaal. Die vier bemalten Bleiglasfenster des Saales stellen die Gewerke der Stadt im oberen Teil dar und in den unteren Flügeln markante Pulsnitzer Ansichten von Ratskeller, Nicolaikirche, Schloss und Schlossteich. Sie sind Stiftungen der Schlossherrschaft, des kaufmännischen Vereines und anderen Geschäftsleuten von Pulsnitz wie I. G. Hauffe. Anlässlich der Festsitzung zum Heimatfest 1925 wurde der Saal feierlich eingeweiht. Fortan diente er als Parlamentssaal, in dem die Stadtverwaltung und die gewählten Stadträte gemeinsam tagten. Eine Zuschauertribüne bot ca. 20 Besuchern Platz. Heute finden in diesem Saal nur noch besondere Sitzungen statt. Hauptsächlich dient er als festlicher Rahmen für Feierlichkeiten und Eheschließungen. Aus diesem Grund heiraten auch viele auswärtige Paare hier.
In der Sitzecke vor dem Ratssaal befinden sich zwei weitere Bleiglasfenster mit den Bildnissen von Ernst Rietschel und Bartholomäus Ziegenbalg. Diesen Platz erhielten sie 1992 bei der Innenrenovierung des Rathauses, zuvor prägten sie die Seitenfenster des Eingangsportales der Ernst-Rietschel-Schule auf der Dr.-Michael-Straße.

Markt_Rathaus 069

Anziehungspunkt des Platzes ist der achteckige Marktbrunnen aus Sandstein von 1797. Ihn prägt eine auf alten Vorlagen basierende neu gegossene Brunnenschale mit vier wasserspeihenden Schlangenhälsen. Seine Einweihung nach umfassender Rekonstruktion feierten die Pulsnitzer im Mai 1995 mit einem zünftigen Stadtfest. Seit der vollständigen Erneuerung des Platzes 1993 zieren neue Blumenrabatten und Kugelahornbäume, dazu gemütliche Bänke den verkehrsberuhigten Bereich.

NicolaikircheDsc02681

Die westlich des Marktplatzes gelegene evangelische Stadtkirche St. Nicolai war ursprünglich ein gotischer Bau und fand bereits 1473 erste Erwähnung. Mehrmals fiel sie den Flammen zum Opfer. Trotz mehrfacher Umbauten behielt sie das spätgotische Schiff und dazu eine barocke Innenausstattung aus dem Jahr 1745, markant ist die noch ältere Kanzel. Später stiftete die Pulsnitzer Töpferinnung den Altar und gestaltete den Taufstein. Von der Orgel, 1779 von den Gebrüdern Pfützner in der Art der Silbermannorgel erbaut, blieb nur der Prospekt erhalten und die 1910-12 neu gebaute Orgel wurde 1988/89 restauriert.
1995 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung der Kirche, 1998 wurden Turmspitze und Fassade erneuert, seither erstrahlt sie im neuen Glanz. Die Kosten übernahm die Margarete Wübbens geb. von Helldorff-Stiftung, die Wolfgang Wübbens nach dem Tod seiner Ehefrau Margarete geb. von Helldorff gründete. Sie war die Tochter der letzten Patronatsherrin der Kirche. In den Folgejahren übernahm die Stiftung weitere Kosten. So ließ sie 2007 die drei neue Glocken für den Turm der Kirche in Lauchhammer gießen. Im Rahmen eines großen Festes erfolgte am Sonntag, dem 18. März die Glockenweihe auf dem Markt. Am Tag zuvor verfolgten schon zahlreiche Schaulustige die Vorbereitungen, die Ankunft und das Abladen der Glocken auf dem Markt. Dort konnten sie dann einen Tag lang ausgiebig bewundert werden. Auch am Montag interessierte es zahlreiche Pulsnitzer, wie die Glocken an einem Kran zum Kirchturm hinauf schwebten. Den Festgottesdienst zu Ostern hielt Landesbischof Jochen Bohl, dann läuteten die Glocken erstmals wieder.
Nach diesen Umbauten und der Errichtung eines neuen Glockenstuhls aus Holz machte sich auch noch der Einbau einer neuen Holztreppe im Kirchturm 2008 erforderlich. Mit schöner Regelmäßigkeit finden monatlich und zu besonderen Anlässen Orgelkonzerte und andere kirchenmusikalische Aufführungen statt. Dem Missionar Bartholomäus Ziegenbalg und dem Bildhauer Ernst Rietschel sind Gedenkkapellen gewidmet.

ZiegenbalgplatzDsc08790

Östlich des Marktes befinden sich zwei weitere innerstädtische Plätze. Den Ziegenbalgplatz, einst auch als Obermarkt bezeichnet, charakterisieren viele alte Häuser, die mit dem Giebel zur Straße stehen. Den anschließenden Julius-Kühn-Platz prägen der steinerne Brunnen mit einer gnomenverzierten Aufsatzschale und die Löwenapotheke. Der vergoldete Löwe über dem Eingang ist wahrscheinlich ein Werk des jungen Ernst Rietschel (1828). Das traditionelle Flair der Stadt spiegelt sich an diesem Platz wider. Hier stehen die älteste Töpferei und die ehemals erste Pulsnitzer Pfefferküchlerei, heute als Pulsnitz-Information genutzt, eng beieinander. Beide Plätze erhielten ihre Namen aufgrund der dort stehenden Geburtshäuser der berühmten Pulsnitzer Persönlichkeiten.

Perfert

Der Perfert ist die einzige noch erhaltene Wehranlage aus der Zeit um 1420 in unserer Gegend. Während der Hussiteneinfälle 1429 diente das Gebäude den Pulsnitzern als Zufluchtsstätte und Speicher. Heute befindet sich darin eine kleine Ausstellung von bäuerlichem Gerät. Er ist über die Bachstraße zu erreichen. Besichtigungen organisiert das Museum.
Ebenfalls auf der Bachstraße, an der Fassade des Hauses Nr. 24, ist eine steckengebliebene Kanonenkugel aus den Napoleonischen Befreiungskriegen noch heute zu sehen.



SkandinavischesHausDsc02754

Auf dem Polzenberg befindet sich der wahrscheinlich älteste Stadtteil mit Häusern aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen. Markante Häuser sind die Färberhänge und das Pillnitzer Haus, das einst Fabrikbesitzer Hempel nach der „Ausstellung des Sächsischen Handwerkes und Kunstgewerbes in Dresden 1896“ erwarb und in Pulsnitz aufbauen ließ. Lange Zeit wurde dieses Gebäude fälschlicherweise als "Skadinavisches Haus" bezeichnet.
In der Mitte des Platzes befindet sich ein alter Steintrog, der schon um 1700 errichtet wurde und lange Zeit zur Wasserversorgung diente. Weitere Wasserbehälter aus Stein befinden sich auch noch beispielsweise im „Brunnenhof“, Wettinstraße und am Pfarramt.

Schloss_Eustachiushaus 003

Das einst als Wasserburg errichtete Schloss wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Viele Jahrhunderte war hier die Pulsnitzer Schlossherrschaft zu Hause. Nach 1945 dienten die Gebäude als Lazarett, später als Lungenheilstätte und schließlich dominierte die Rehabilitation nach Herz-Kreislaufkrankheiten. Heute erhalten die Patienten in der völlig rekonstruierten und erweiterten modernen Klinik eine neurologische Rehabilitation.

Herbst-Schloss 004

Der Schlosspark in englischer und französischer Gestaltung mit Laubengang und weiteren alten Gehölzen ist der Öffentlichkeit zugänglich und besonders zur Rhododendronblüte sehenswert. Die neue Tradition der Verleihung des Ernst-Rietschel-Kunstpreises, initiiert durch den Ernst-Rietschel-Kulturring e. V., hinterlässt künstlerische Spuren im Schlosspark. Allmählich entsteht hier ein Skulpturenpark, der durch Ankauf von Kunstwerken der Teilnehmer an der Preisvergabe langsam wächst. Im Sommer veranstaltet der Gemischte Chor Pulsnitz e. V. ein Open-Air-Konzert in der Parkanlage.

Schlossteich 014

Auf dem angrenzenden Schlossteich bieten sich in der warmen Jahreszeit Möglichkeiten zum Angeln und Gondeln.
Der Schlossteich wurde 1991 rekonstruiert und die Anlagen zum Teil neu angelegt.

Unter wertvollem alten Baumbestand lässt es sich auf dem Dammweg gut promenieren, Bänke laden zum ruhenden Verweilen ein.

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Auf dem parkähnlich angelegten Friedhof befindet sich rechts am Eingang das Elterngrab von Ernst Rietschel mit einem Porträtmedaillon von Vater und Mutter, von ihm 1834 geschaffen. Hinter der Michaeliskirche auf dem Hauptweg markiert ein Ebereschenbaum das Grab des Dichters Max Schreyer, aus dessen Feder das „Lied vom Vugelbeerbaam“ stammt. Im Ehrenhain für die Opfer des Ersten Weltkrieges links am Eingang ist die zentrale Figur eine weinende Mutter, die um ihren Sohn trauert. Die Hügelanlage mit Holzkreuzen hinter der Michaeliskapelle erinnert an die Opfer der Kriegsereignisse von 1945. Noch heute betreuen Pulsnitzer einige Kriegsgräber unbekannter Soldaten, für die sie nach Kriegsende eine Patenschaft übernahmen. Zahlreiche Grüfte von Pulsnitzer namhaften Familien, die das Leben der Stadt nachhaltig prägten, und der Schlossherrschaft befinden sich an der Innenmauer des Friedhofes. Sie stammen aus dem vorigen Jahrhundert und den Anfangsjahren des 20. Jh. Während der Vegetationszeit gleicht die gepflegte Anlage einem besu-chenswerten Blumenmeer.

Stadtpark 008

In der Michaeliskirche auf dem Gottesacker schuf 1943/44 der Dresdner Künstler Hans Nadler die Altarfront in Sgraffitotechnik. Er gilt als berühmter Maler der 20er Jahre.



Der gegenüber liegende gepflegte Stadtpark lädt mit seltenen Bäumen, unter ihnen auch ein Ginkgobaum, Pflanzen und blütenreichen Blumenrabatten zum Pausieren und Besinnen ein.

Grundschule9850

Die Schule wurde 1903 im Jugendstil erbaut. Damals galt sie als größte und schönste Schule Sachsens. Heute beherbergt sie zwei Schulen unter einem Dach: die Grund- und Mittelschule. Beide tragen den Namen des berühmtesten Sohnes unserer Stadt - Ernst Rietschel. Auf dem Dach der Schule wacht der Bär, dem nach der Stadtwappensage eine Vorderpfote abgehauen wurde.

Beide Schulen wurden 2003/04 aufwendig saniert und bieten heute modernsten Lernkomfort.

 

Eine private Sternwarte mit seltener Meteoritensammlung befindet sich auf der Großröhrsdorfer Straße.

PostmeilensaeuleDsc00686gedreht



Die vor dem Schützenhaus stehende Postmeilensäule diente einst der Orientierung und Distanzangabe, heute gehört sie zum wertvollen Kulturgut.







Der große Anteil denkmalgeschützter Gebäude verleiht der Stadt einen besonderen Reiz. Zunftzeichen, Schlusssteine, Korbbogenportale und -fenster, sowie einzelne Fachwerkhäuser verdienen Beachtung. Zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser aus vergangenen Jahrhunderten und um die Jahrhundertwende erbaut, lassen auf den Reichtum jener Tage schließen.



Russengrab
Russengrab Tafel

Ein Kriegerdenkmal erinnert an einen gefallenen russischen Infanteristen während der Napoleonischen Befreiungskriege 1813 hinter der Gartenanlage "Am Russengrab".



Am Waldrand der Hufe steht ein großes Holzkreuz, dass an den Pulsnitzer Schlossherrn Curt Ernst von Posern (1804-1879) erinnert. Dies war sein Lieblingsplatz. Noch heute kann man von hier den Blick über Felder und die Stadt Pulsnitz zum Eierberg genießen.

Hufekreuz


Der Ortsteil Friedersdorf

Betlehemraum 036

Im Ortsteil Friedersdorf befindet sich ein unter Denkmalschutz stehendes Mühlengebäude. Mehrere Brücken aus Granitbruchstein, interessante Hoftore und Scheunenauffahrten zu Bauernhöfen, Trockenmauern und einige gepflegte alte Fachwerkhäuser geben dem Ort das Gepräge. Ein Wanderweg durch die Pulsnitzaue mit altem Baumbestand verbindet die beiden Ortsteile.

1966 entstand aus der Scheune an "Mißbachs Mühle" der Betlehemraum als kleine Kirche für die Dorfbewohner, gebaut mit viel Eigenleistung, unter den schwierigen politischen Bedingungen der DDR und den üblichen Engpässen bei Baumaterial. Am 21. Juni 2009 konnten die Friedersdorfer einen wesentlich größeren Erweiterungsbau nach reichlich einem Jahr Bauzeit einweihen. Ebenfalls mit sehr viel Eigenleistung der Gemeindeglieder entstand auch dieses Gotteshaus. Der Friedersdorfer Tischler Friedrich Reppe gestaltete 2008 den Altar als sein Gesellenstück.

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Storch

Seit 50 Jahren gehörte zu den ständigen Sommergästen ein Weißstorchenpaar auf der Esse der "Hartbachmühle" am Ortseingang von Friedersdorf und zog erfolgreich Storchennachwuchs heran.
1998 erneuerte das Dresdener Naturschutzinstitut den Nestaufbau. Seit einem Blitzeinschlag 2007 in die Esse war das Nest leider verwaist. 2010 gab es wieder Storchennachwuchs in Friedersdorf.

Zillers Mühle
Kriegerdenkmal in Friedersdorf

In der Zillermühle ist heute noch eine florierende Bäckerei ansässig, deren Kunden auch aus der Stadt kommen. Früher wurde das selbst gemahlene Korn gleich verbacken, heute steht das Mahlwerk still.

Auch in Friedersdorf wird mit einem Denkmal an die Gefallenen der Weltkriege gedacht.


Das markansteste Wahrzeichen der Friedersdorfer Siedlung ist die Weiße Brücke, Sie leitet den Straßenverkehr über die Bahnlinie Dresden-Kamenz in den Ortsteil Friedersdorf. Der historische Mühlweg führte einst von Obersteina nach Thiemendorf (Friedersdorf). Erst seit 2009 heißt die Straße "Zur Weißen Brücke".
Die ehemalige Rundbogenbrücke aus Granit wurde 1945 gesprengt und nach einigen Jahren in der heutigen Form wieder erbaut. Einzelne Granitstraßensteine sind noch heute weiß mit roter Warnmarierung gestrichen.

Weiße Brücke

Der Name Weiße Brücke leitet sich jedoch nicht von dieser Farbe ab, sondern stammt aus der Zeit, als dieses große Siedlungsgebiet (einschließlich der Waldschlösschensiedlung) fernab der Pulsnitzer Bebauung gelegen, eine unbewaldete freie Fläche war. Die Bezeichnungen dafür lautete "Weiße Leite oder Weiße Lehne". Damals gab es auch einen "Weißen Teich", der längst verfüllt ist. Der Name Weißbach für die Nachbarortschaft ist gleichen Ursprungs.

 
 
Der Ortsteil Oberlichtenau

Höhe:

Fläche:

225-260 m ü.M.

10 km²

Barockschloss Oberlichtenau

Der Ort Oberlichtenau wurde um 1346 erstmals in einer Urkunde der Meißner Bistumsartikel erwähnt. 1495 errichtete man vermutlich die erste kleine katholische Kapelle, die um 1654 durch eine Kirche mit Dachreiter ersetzt wurde. Um 1724 wurde durch den Grafen Holtzendorff das Barockschloss erbaut, welches noch heute durch seine Schönheit und Beispiellosigkeit viel Anreiz zu kulturellen Aktivitäten bietet. Im Jahre 1862 wurde auf dem Gipfel des Keulenberges ein Gasthaus errichtet, das um 1925 durch den Bau eines Aussichtsturmes ergänzt wurde. Diese und noch andere Sehenswürdigkeiten laden ganz herzlich zu einem Besuch unserer Heimat ein. Vor allem die Ausstattung mit den wichtigsten öffentlichen Einrichtungen in Verbindung mit der Lage und einem regen Vereinsleben, macht Oberlichtenau auch zu einem begehrten Wohnort.

Weit über den Ort hinaus ist der Oberlichtenauer Spielmannszug bekannt und besteht aus dem Marsch- und Drillkontingent, dem Tanzorchester und der Juniorband. Der bisher größte Erfolg des Marsch- und Drillkontingentes des SZO ist der Gewinn von zwei Goldmedaillen bei der WM der Amateurorchester (World Music Contest 2009) in Kerkrade (Niederlande). Mit der regelmäßigen Teilnahme an der Bundesmusikparade und Auftritten in vielen Städten Deutschlands (Hamburg, München, Düsseldorf), aber auch in Frankreich und den

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Niederlanden präsentiert der SZO seine Heimat und die gesamte Oberlausitz sowohl national als auch international.

Das Barockschloss
Idyllisch gelegen am Fuße des Keulenberges liegt eingebettet in einen ca. 4 ha großen Park in englisch-französischem Stil das um 1730 erbaute Barockschloss. Graf von Holtzendorff, welcher hohen Sinn für Kunst und Harmonie zeigte, ließ das jetzige spätbarocke Gebäude errichten. Zum Gesamtensemble gehörten eine eigene Brauerei, Brennerei, eine Gärtnerei sowie landwirtschaftliche Nutzflächen. Mehr als 30 Schlossherren folgten. Die bekanntesten sind wohl Graf Heinrich von Brühl, sowie eine Schwiegertochter der Gräfin Cosel, die umfassende bauliche Veränderungen am Schloss und im Dorf vornehmen lies.
Nach Beendigung des Krieges, seit 1948 wurde es bis 2005 als Kinderheim genutzt. Herzstück des Hauses ist ein sehr schöner barocker Festsaal, welcher 1988 umfassend saniert wurde und für Trauungen, Konzerte und festliche Anlässe zur Verfügung steht.


Seit Ende 2008 gehört das Schloss Ank und Harm Holthuizen und sie öffnen ihre Türen gern für Besucher. Sie renovierten bereits große Teile des Schlosses und mit neuen Konzertreihen, Ausstellung ihrer Porzellansammlung und anderen Veranstaltungen stehen der Festsaal und der Gartensaal zur Nutzung zur Verfügung. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ebenfalls im Schloss und so werden nicht nur Trauungen, sondern auch Hochzeitsfeiern im barocken Ambiente immer beliebter.

Barockschloss Oberlichtenau Frühling

Der Schlosspark
Der wunderschön angelegte Schlosspark lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Flaniert man im übersichtlich angelegten Wegenetz entlang, findet man überall Orte der Ruhe und Besinnung. Der vorhandene Baumbestand und der kaskadenförmig angelegte Zufluss zum Schlossteich unterstreichen den romantischen Charakter des Parks. Zahlreiche Sandsteinplastiken und Puttenfiguren gehören zu den Hauptbestandteilen der barocken Parkanlage.

Schlosspark Oberlichtenau

Bei lauen Temperaturen kann man der Fontäne im Spiegelsee und den Wasserspielen der Brunnenanlage zuschauen. Eine terrassenförmige Abstufung des südlichen Parkteils führt zu einer theaterartigen Anlage. Die gesamte Brunnen- und Treppenanlage aus Sandstein wurde 2001 funktionstüchtig saniert und bietet somit ein sehr schönes Ambiente. Kulturelle Höhepunkte finden jährlich vor der Kulisse des Schlosses statt.






Die Kirche unseres Ortes
Die Kirche unseres Ortes besteht seit 1500 und ist durch eine Original-Ablassurkunde, welche vom Papst Alexander der VI. unterzeichnet ist, nachweisbar. 1742 wurde die jetzige Kirche gebaut. Es ist eine schlichte Einrichtung und kann nach Absprache mit unserer ev.-luth. Kirchgemeinde unter Telefon 7 38 80 besichtigt werden. Das dazugehörige Pfarrhaus ist auch aus dieser Zeit und wurde immer wieder an- und umgebaut. Ein Kopf der an einer Ecke des Kirchgebäudes zu sehen ist, soll an den Stifter des Kirchlehens erinnern. Es finden wöchentliche Gottesdienste statt, die Zeiten entnehmen Sie bitte den Aushängen.

Kirche Oberlichtenau
Bienenmuseum

Das Bienenmuseum
In der Dorfmitte von Oberlichtenau befindet sich ein liebevoll rekonstruiertes Fachwerkhaus. In diesem betreibt der ortsansässige Imkerverein ein kleines Bienenmuseum. Die Bienenzucht und der Nutzen dieser Arbeit werden an historischen Exponaten so vorgestellt, dass auch ein Laie einen Überblick bekommt.
Exklusive Führungen gestaltet Siegfried Moschke und nach vorheriger Absprache: Tel. 03 59 55/4 47 09.

Der Bibelgarten
Im Juni 2005 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei ein Bibelgarten vom Christlichen Verein eröffnet. Dargestellt werden Elemente aus dem Lebensalltag der Menschen in biblischen Zeiten - vorrangig während des Römischen Reiches und früher. Das sind im Einzelnen: Steinbruchtechnik, eine Olivenpresse, ein Weinkelter, römische Kreuze, ein Altisraelitischer Altar, eine nachgebildete Grabstätte, ein Schafstall, eine Tenne, ein Beduinenzelt, ein Wachturm, ein Brunnen und ein Backofen.

Bibelgarten

Zum einen lässt sich anhand der dargestellten Elemente deren Funktionsweise erklären, womit der Besucher den Eindruck vom Lebensalltag in alter Zeit bekommt. Zum Anderen greifen viele Gleichnisse und Geschichten der Bibel diese Elemente thematisch auf und werden durch das Erleben des Bibelgartens verstehbar oder vorstellbar. Der Besucher wird interessante Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede zwischen jüdischen und christlichen Denken entdecken und ein Besuch wird sich nicht nur für religiös gebundene Zeitgenossen lohnen.
Das Freilichtmuseum wurde in den letzten Jahren um eine byzantinische Basilika und einen Zeitstrahl zur Darstellung der 5770-jährigen jüdischen Geschichte im Kontext mit unserer Heimat erweitert. Zum Tag des offenen Denkmals 2010 wird eine umfangreiche Ikonenausstellung eröffnet.

Keulenberg

Der Keulenberg
Schloss und Kirche befinden sich in unmittelbarer Nähe. Von beiden Einrichtungen können Sie durch Feld und Wald auf den Keulenberg, Höhe 413m, wandern. Unser "Keulenberg" ist die höchste Erhebung zwischen Dresden und Schweden. Von Oberlichtenau erreicht man den Gipfel in 45 Minuten bei einer gemütlichen Wanderung durch einzigartige Natur. Steinwälle von Hutungen mitten im Wald zeugen von einer vor 200 Jahre praktizierten Viehhaltung von Schweinen und Schafen. Eine 1,5 ha große Hutung auf der Westseite des Berges zählt zu den größten dieser Art in Sachsen. Neben einer Vielzahl von Wanderwegen gibt es den Radfernwanderweg "Sächsische Städteroute" und ausgeschilderte Reitwege. Einige Schutzhütten und Bänke laden zur Rast ein. Auf dem Gipfel stehen die Reste eines hexagonalen Jagdschlösschens, erbaut im Jahre 1733.
Gruppen können auf dem Gipfel im Lindengarten bei Selbstverpflegung kostenfrei picknicken.

Die Keulenberggaststätte empfängt auch wieder Gäste in der Gaststätte, Pension und am Imbissstand "Goldene Wurzel".
Der Aussichtsturm, von dem man bis zum Kraftwerk Boxberg schauen kann, kann zu folgenden Zeiten bestiegen werden: Wochentags nach vorheriger Absprache unter der Tel. 4 18 30 (Dieter Kunath), am Wochenende/Feiertage ab 13.00 Uhr

 
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