Sehenswertes in und um Pulsnitz
 
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Sehenswertes
 
RatskellerDsc02094

Pulsnitzer Sehenswürdigkeiten:

Das Zentrum der Stadt bildet der völlig rekonstruierte denkmalgeschützte Marktplatz. Ihn prägen das alte Rathaus und dessen Renaissancegiebel, der 1555 aus der gotischen Form umgebaut wurde. Im Innern zeugen noch die alten Kreuzgewölbe von dem früheren Baustil. Heute befindet sich in diesem Gebäude die historische Gaststätte und das Hotel Ratskeller.

Markt_Rathaus 008

Vor dem Rathaus steht das Denkmal des Bildhauers Ernst Rietschel, von seinem Schüler Gustav Kietz 1891 geschaffen.
Die Stadtverwaltung hat ihren Sitz im angrenzenden neuen Rathaus. Gleich hinter der Eingangstür befindet sich eine ornamentale Deckenmalerei von ca. 1840, restauriert 1992. Schmuckstück des Rathauses ist der Ratssaal. Die vier bemalten Bleiglasfenster des Saales stellen die Gewerke der Stadt im oberen Teil dar und in den unteren Flügeln markante Pulsnitzer Ansichten von Ratskeller, Nicolaikirche, Schloss und Schlossteich. Sie sind Stiftungen der Schlossherrschaft, des kaufmännischen Vereines und anderen Geschäftsleuten von Pulsnitz wie I. G. Hauffe. Anlässlich der Festsitzung zum Heimatfest 1925 wurde der Saal feierlich eingeweiht. Fortan diente er als Parlamentssaal, in dem die Stadtverwaltung und die gewählten Stadträte gemeinsam tagten. Eine Zuschauertribüne bot ca. 20 Besuchern Platz. Heute finden in diesem Saal nur noch besondere Sitzungen statt. Hauptsächlich dient er als festlicher Rahmen für Feierlichkeiten und Eheschließungen. Aus diesem Grund heiraten auch viele auswärtige Paare hier.
In der Sitzecke vor dem Ratssaal befinden sich zwei weitere Bleiglasfenster mit den Bildnissen von Ernst Rietschel und Bartholomäus Ziegenbalg. Diesen Platz erhielten sie 1992 bei der Innenrenovierung des Rathauses, zuvor prägten sie die Seitenfenster des Eingangsportales der Ernst-Rietschel-Schule auf der Dr.-Michael-Straße.

Markt_Rathaus 069

Anziehungspunkt des Platzes ist der achteckige Marktbrunnen aus Sandstein von 1797. Ihn prägt eine auf alten Vorlagen basierende neu gegossene Brunnenschale mit vier wasserspeihenden Schlangenhälsen. Seine Einweihung nach umfassender Rekonstruktion feierten die Pulsnitzer im Mai 1995 mit einem zünftigen Stadtfest. Seit der vollständigen Erneuerung des Platzes 1993 zieren neue Blumenrabatten und Kugelahornbäume, dazu gemütliche Bänke den verkehrsberuhigten Bereich.

NicolaikircheDsc02681

Die westlich des Marktplatzes gelegene evangelische Stadtkirche St. Nicolai war ursprünglich ein gotischer Bau und fand bereits 1473 erste Erwähnung. Mehrmals fiel sie den Flammen zum Opfer. Trotz mehrfacher Umbauten behielt sie das spätgotische Schiff und dazu eine barocke Innenausstattung aus dem Jahr 1745, markant ist die noch ältere Kanzel. Später stiftete die Pulsnitzer Töpferinnung den Altar und gestaltete den Taufstein. Von der Orgel, 1779 von den Gebrüdern Pfützner in der Art der Silbermannorgel erbaut, blieb nur der Prospekt erhalten und die 1910-12 neu gebaute Orgel wurde 1988/89 restauriert.
1995 erfolgte eine umfassende Innenrenovierung der Kirche, 1998 wurden Turmspitze und Fassade erneuert, seither erstrahlt sie im neuen Glanz. Die Kosten übernahm die Margarete Wübbens geb. von Helldorff-Stiftung, die Wolfgang Wübbens nach dem Tod seiner Ehefrau Margarete geb. von Helldorff gründete. Sie war die Tochter der letzten Patronatsherrin der Kirche. In den Folgejahren übernahm die Stiftung weitere Kosten. So ließ sie 2007 die drei neuen Glocken für den Turm der Kirche in Lauchhammer gießen. Im Rahmen eines großen Festes erfolgte am Sonntag, dem 18. März die Glockenweihe auf dem Markt. Am Tag zuvor verfolgten schon zahlreiche Schaulustige die Vorbereitungen, die Ankunft und das Abladen der Glocken auf dem Markt. Dort konnten sie dann einen Tag lang ausgiebig bewundert werden. Auch am Montag interessierte es zahlreiche Pulsnitzer, wie die Glocken an einem Kran zum Kirchturm hinauf schwebten. Den Festgottesdienst zu Ostern hielt Landesbischof Jochen Bohl, dann läuteten die Glocken erstmals wieder.
Nach diesen Umbauten und der Errichtung eines neuen Glockenstuhls aus Holz machte sich auch noch der Einbau einer neuen Holztreppe im Kirchturm 2008 erforderlich. Mit schöner Regelmäßigkeit finden monatlich und zu besonderen Anlässen Orgelkonzerte und andere kirchenmusikalische Aufführungen statt. Dem Missionar Bartholomäus Ziegenbalg und dem Bildhauer Ernst Rietschel sind Gedenkkapellen gewidmet.

ZiegenbalgplatzDsc08790

Östlich des Marktes befinden sich zwei weitere innerstädtische Plätze. Den Ziegenbalgplatz, einst auch als Obermarkt bezeichnet, charakterisieren viele alte Häuser, die mit dem Giebel zur Straße stehen. Den anschließenden Julius-Kühn-Platz prägen der steinerne Brunnen und die Löwenapotheke. Der vergoldete Löwe über dem Eingang ist wahrscheinlich ein Werk des jungen Ernst Rietschel (1828). Das traditionelle Flair der Stadt spiegelt sich an diesem Platz wider. Hier stehen die älteste Töpferei und die ehemals erste Pulsnitzer Pfefferküchlerei, heute eine beliebte Bar mit Café, eng beieinander. Beide Plätze erhielten ihre Namen aufgrund der dort stehenden Geburtshäuser der berühmten Pulsnitzer Persönlichkeiten.

Perfert Sehenswürdigkeiten

Der Perfert ist die einzige noch erhaltene Anlage aus der Zeit um 1420 in unserer Gegend. Während der Hussiteneinfälle 1429 diente das Gebäude den Pulsnitzern als Zufluchtsstätte und Speicher. Heute befindet sich darin eine kleine Ausstellung von bäuerlichem Gerät. Er ist über die Bachstraße zu erreichen. Besichtigungen organisiert die Pulsnitz-Information auf Anfrage.
Ebenfalls auf der Bachstraße, an der Fassade des Hauses Nr. 24, ist eine steckengebliebene Kanonenkugel aus den Napoleonischen Befreiungskriegen noch heute zu sehen.



SkandinavischesHausDsc02754

Auf dem Polzenberg befindet sich der wahrscheinlich älteste Stadtteil mit Häusern aus dem 18. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen. Markante Häuser sind die Färberhänge und das Pillnitzer Haus, das einst Fabrikbesitzer Hempel nach der „Ausstellung des Sächsischen Handwerkes und Kunstgewerbes in Dresden 1896“ erwarb und in Pulsnitz aufbauen ließ. Lange Zeit wurde dieses Gebäude fälschlicherweise als "Skandinavisches Haus" bezeichnet.
In der Mitte des Platzes befindet sich ein alter Steintrog, der schon um 1700 errichtet wurde und lange Zeit zur Wasserversorgung diente. Weitere Wasserbehälter aus Stein befinden sich auch noch beispielsweise im „Brunnenhof“, Wettinstraße und am Pfarramt.

Schloss_Eustachiushaus 003

Das einst als Wasserburg errichtete Schloss wurde mehrmals erweitert und umgebaut. Viele Jahrhunderte war hier die Pulsnitzer Schlossherrschaft zu Hause. Nach 1945 dienten die Gebäude als Lazarett, später als Lungenheilstätte und schließlich dominierte die Rehabilitation nach Herz-Kreislaufkrankheiten. Heute erhalten die Patienten in der völlig rekonstruierten und erweiterten modernen Klinik eine neurologische und neurochirurgische Rehabilitation. Eine weitere Klinik für psychosomatische Rehabilitation entstand im ehemaligen Krankenhaus am Rande der Stadt.

Herbst-Schloss 004

Der Schlosspark in englischer und französischer Gestaltung mit Laubengang und weiteren alten Gehölzen ist der Öffentlichkeit zugänglich und besonders zur Rhododendronblüte sehenswert. Die neue Tradition der Verleihung des Ernst-Rietschel-Kunstpreises, initiiert durch den Ernst-Rietschel-Kulturring e. V., hinterlässt künstlerische Spuren im Schlosspark. Allmählich entsteht hier ein Skulpturenpark, der durch Ankauf von Kunstwerken der Teilnehmer an der Preisvergabe langsam wächst. Im Sommer veranstaltet der Gemischte Chor Pulsnitz e. V. ein Open-Air-Konzert in der Parkanlage.

Schlossteich 014

Auf dem angrenzenden Schlossteich bieten sich in der warmen Jahreszeit Möglichkeiten zum Angeln und Gondeln.
Der Schlossteich wurde 1991 rekonstruiert und die Anlagen zum Teil neu angelegt.

Unter wertvollem alten Baumbestand lässt es sich auf dem Dammweg gut promenieren, Bänke laden zum ruhenden Verweilen ein.

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Auf dem parkähnlich angelegten Friedhof befindet sich rechts am Eingang das Elterngrab von Ernst Rietschel mit einem Porträtmedaillon von Vater und Mutter, von ihm 1834 geschaffen. Hinter der Michaeliskirche auf dem Hauptweg markiert ein Ebereschenbaum das Grab des Dichters Max Schreyer, aus dessen Feder das „Lied vom Vugelbeerbaam“ stammt. Im Ehrenhain für die Opfer des Ersten Weltkrieges links am Eingang ist die zentrale Figur eine weinende Mutter, die um ihren Sohn trauert. Die Hügelanlage mit Holzkreuzen hinter der Michaeliskapelle erinnert an die Opfer der Kriegsereignisse von 1945. Noch heute betreuen Pulsnitzer einige Kriegsgräber unbekannter Soldaten, für die sie nach Kriegsende eine Patenschaft übernahmen. Zahlreiche Grüfte von Pulsnitzer namhaften Familien, die das Leben der Stadt nachhaltig prägten, und der Schlossherrschaft befinden sich an der Innenmauer des Friedhofes. Sie stammen aus dem 19. Jahrhundert und den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts. Während der Vegetationszeit gleicht die gepflegte Anlage einem besuchenswerten Blumenmeer.

Stadtpark 008

In der Michaeliskirche auf dem Gottesacker schuf 1943/44 der Dresdner Künstler Hans Nadler die Altarfront in Sgraffitotechnik. Er gilt als berühmter Maler der 1920er Jahre.



Der gegenüber liegende Stadtpark lädt mit seltenen Bäumen, unter ihnen auch ein Ginkgobaum zum Pausieren und Besinnen ein.

Grundschule9850

Die Schule wurde 1903 im Jugendstil erbaut. Damals galt sie als größte und schönste Schule Sachsens. Heute beherbergt sie zwei Schulen unter einem Dach: die Grund- und Oberschule. Beide tragen den Namen des berühmtesten Sohnes unserer Stadt - Ernst Rietschel. Auf dem Dach der Schule wacht der Bär, dem nach der Stadtwappensage eine Vorderpfote abgehauen wurde.

Beide Schulen wurden 2003/04 aufwendig saniert und bieten heute modernsten Lernkomfort.

 

Eine private Sternwarte mit seltener Meteoritensammlung befindet sich auf der Großröhrsdorfer Straße.

PostmeilensaeuleDsc00686gedreht



Vor dem Schützenhaus steht eine Postmeilensäule. Sie diente einst der Orientierung und Distanzangabe, heute gehört sie zum wertvollen Kulturgut. Der Originalschriftblock der alten Postmeilensäule von ca. 1730 steht restauriert im Rathauseingang.







Der große Anteil denkmalgeschützter Gebäude verleiht der Stadt einen besonderen Reiz. Zunftzeichen, Schlusssteine, Korbbogenportale und -fenster, sowie einzelne Fachwerkhäuser verdienen Beachtung. Zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser aus vergangenen Jahrhunderten und um die Jahrhundertwende erbaut, lassen auf den Reichtum jener Tage schließen.



Russengrab
Russengrab Tafel

Ein Kriegerdenkmal erinnert an einen gefallenen russischen Infanteristen während der Napoleonischen Befreiungskriege 1813 hinter der Gartenanlage "Am Russengrab".



Am Waldrand der Hufe steht ein großes Holzkreuz, dass an den Pulsnitzer Schlossherrn Curt Ernst von Posern (1804-1879) erinnert. Dies war sein Lieblingsplatz. Noch heute kann man von hier den Blick über Felder und die Stadt Pulsnitz zum Eierberg genießen.

Hufekreuz
 
© Stadt Pulsnitz